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Glaukom in neuem Licht

Stadien-gerechte Perimetrie

Sie möchten erfahren inwieweit Ihre Glaukompatienten weiterhin aktiv am Leben teilnehmen können? Inwieweit Einschränkungen des Gesichtsfelds eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr beeinträchtigen, ob Ihre Patienten problemlos lesen oder weiterhin Treppen steigen können?

Die Gesichtsfelduntersuchung ist ein zentraler Bestandteil der Glaukomdiagnostik(3) und derzeit die einzige Untersuchung, die eine Aussage über die Lebensqualität der Patienten ermöglicht.

HEP bietet die beste Untersuchungsmethode für jedes Krankheitsstadium!


Flicker-Defined-Form Perimetrie

Der FDF-Stimulus oder Contour-Illusion Stimulus ist besonders empfindlich in der Frühdiagnostik erster Gesichtsfeldausfälle.

Vor einem Hintergrund aus in schneller Abfolge flimmernden schwarzen und weißen Punkten wird ein 5°-großer Stimulus als kreisförmige Fläche präsentiert, in der die Punkte in Gegenphase zum Hintergrund flimmern.

Bei funktionsfähigem visuellen System nimmt der Patient die Illusion eines grauen Rings entlang der Grenze des Stimulus (Edge) wahr(4). Nachgewiesen wurde bereits eine hervorragende Korrelation der HEP-Befunde mit strukturellen Schäden detektiert durch HRT und SPECTRALIS OCT(5,6).


Automatische Statische Perimetrie

Die Automatische Statische Perimetrie (SAP) oder Weiß-auf-Weiß Perimetrie ist bestens geeignet für Patienten, die bereits nachweislich ein moderates bis fortgeschrittenes Glaukom aufweisen. Obwohl das HEP ein monitor-basiertes System ist, sind die Untersuchungsergebnisse identisch mit denen der Projektionsperimeter(7,8). Eine SAP III-Untersuchung mit dem HEP ist im Bereich zwischen 40 dB und 16 dB vergleichbar mit anderen Perimetern, bedient sich jedoch ab 15 dB einer einzigartigen Methode und vergrößert linear den Stimulus. Die gesamte dynamische Breite wird durch Anwendung der Goldmannäquivalenz(9) ausgeschöpft, ohne die Stimulushelligkeit zu verändern. Ergebnisse im niedrigsensitiven Bereich sind dadurch besser reproduzierbar als bei Projektionsperimetern(7).


Gesichtsfelduntersuchungen

Das HEP ist ein Monitor-basiertes System zur Evaluierung des zentralen Gesichtsfelds. Es bietet ein großes Spektrum an Standarduntersuchungen, die den 10°-, 24°- und 30°-Bereich untersuchen. Zusätzlich verfügt es über einen peripheren 60°-Gesichtsfeldtest (horizontal 120°, 100 Prüfpunkte).

Weiterhin verfügt das Gerät über zwei Spezialuntersuchungen. Zum einen über den Ptosis Test zur Untersuchung der Gesichtsfeldeinschränkung bedingt durch Blepharoptose, dem Herabhängen des Augenoberlids. Zum anderen über den Driving Test, der eine horizontale Exzentrizität von 120° erreicht und die retinale Empfindlichkeit an 100 Prüfpunkten ermittelt.


Schwellenwertstrategien

Wählen Sie Ihr bevorzugtes Befundformat. Entweder den Einzelaugenbefund oder den OU Befund in der Reihenfolge OD-OS oder OS-OD im Hoch- oder Querformat.

Das Heidelberg Edge Perimeter verwendet drei verschiedene Schwellenwertstrategien, die auf dem Adaptive Staircase Thresholding Algorithm (ASTA) basieren und ein großes Anwendungsspektrum bieten.

Der ASTA Standard wird für alle neuen Patienten empfohlen, um eine zufriedenstellende Basisuntersuchung für nachfolgende Verlaufskontrollen zu gewährleisten. ASTA Standard verwendet eine 4-2-2 Eingabelungsstrategie, die Nachbarschaftsbeziehungen zu Hilfe nimmt und dadurch eine schnelle Beendigung des Testverfahrens erzielt.

Einzigartig:

Wählen Sie Ihr bevorzugtes Befundformat. Entweder den Einzelaugenbefund oder den OU Befund in der Reihenfolge OD-OS oder OS-OD im Hoch- oder Querformat.

Der ASTA Follow-Up ist eine einzigartige Strategie, um die Testzeit bei Folgeuntersuchungen nachweislich zu verkürzen. Diese Strategie verwendet Ausgangswerte einer definierten Basisuntersuchung und geht somit individuell auf den Patienten ein. Einzelne Gesichtsfelder oder ein Mittelwert aus mehreren Basisuntersuchungen werden als Ausgangspunkt verwendet. Bei gleichbleibend hoher Sensitivität wird auf diese Weise die Testzeit durchschnittlich auf 3 Minuten verkürzt.

Der ASTA Fast ist bei Patienten zu empfehlen, deren Gesichtsfeld sich voraussichtlich innerhalb normaler Grenzen befindet, oder bei Patienten, die zuvor ungewöhnliche, durch Müdigkeit bedingte Effekte aufwiesen. Alterskorrelierte Normwerte werden für jeden Punkt des Gesichtsfeldes verwendet.


Progressionsanalyse

Befundsausdruck - FCA Trend- und Eventanalyse
Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Prof. Dr. Fritz Dannheim, Seevetal-Hittfeld, und Herrn Dr. Jürgen Heine, Augsburg, Deutschland.

Die Funktionelle Veränderungsanalyse FCA zeigt statistisch signifikante Veränderungen der retinalen Empfindlichkeit im Vergleich zu Basisuntersuchungen auf, die außerhalb der typischen klinischen Variabilität liegen. Sie ist anwendbar für die Schwellenwertstrategien ASTA Standard und ASTA Follow-Up. Die FCA stellt eine Progressionsanalyse dar, die Veränderungen in den Wahrscheinlichkeitskarten der gesamten und der korrigierten Abweichung (TD und PD FCA) visualisiert.

Leicht verständliche Kreissymbole erleichtern das Erkennen der fortschreitenden Veränderungen und eine sichere klinische Diagnose. Mit der FCA können Sie erstmalig auch schleichende Veränderungen des frühen Glaukoms mittels FDF Perimetrie analysieren.


Struktur-Funktions-Analyse

Die gemeinsame Software Plattform aller Heidelberg Engineering Geräte, der Heidelberg Eye Explorer HEYEX, ermöglicht eine intuitiv verständliche, gemeinsame Darstellung struktureller und funktioneller Untersuchungsergebnisse.

Mit Hilfe der kombinierten Struktur-Funktions-Analyse können Sie die strukturelle Analyse des Sehnervenkopfes oder der retinalen Nervenfaserschicht (HRT oder SPECTRALIS OCT) der funktionellen Analyse des Gesichtsfelds (HEP) kombinieren. Diese Kombination erleichtert Ihnen die umfassende klinische Diagnose, erspart Ihnen Zeit und unterstützt Sie im Gespräch mit Ihren Patienten.

  • Alle wichtigen Informationen auf einen Blick
  • Automatisch kombiniert im HEYEX
  • Besseres Zeit- und Patientenmanagement
  • Erleichtert die Patientenaufklärung

Struktur-Funktions-Befundausdruck - HRT oder OCT und Gesichtsfeld
Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Prof. Dr. Fritz Dannheim, Seevetal-Hittfeld, und Herrn Dr. Jürgen Heine, Augsburg, Deutschland.

  • 1 Rogers-Ramachandran D. et al.; Vision Research 1998;38:71-77.
  • 2 Flanagan JG. et al.; Perimetry Update 1994/1995; 405-409.
  • 3 Terminology and Guidelines for Glaucoma. 3rd Edition (2008). European Glaucoma Society.
  • 4 Quaid P. et al.; Vision Research 2005;45:1075-1084.
  • 5 Butty Z. et al.; ARVO 2011; Program/Poster: 4145/A598.
  • 6 Ho Y.-H. et al.; ARVO 2011; Program/Poster: 5076/A56.
  • 7 Goren D. et al.; ARVO 2010; Program/Poster: 4335.
  • 8 Ferreras A. et al.; ARVO 2011; Program/Poster: 5524/A325.
  • 9 Anderson D.R. and Patella V.M.; Automated Static Perimetry. 2nd Edition (1999). Mosby. pp 26-27.